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Knigge auf dem Wasser

Im Päckchen liegen, Wellenschlag, geteilte Stege, Servicestellen, Ruderer und Angler, Tiere und Müll: die ungeschriebenen Regeln, mit denen Bootsfahrer überall willkommen sind.

Aktualisiert am 23. Okt. 2026

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Illustration: zwei Charterboote nebeneinander an einem Steinkai, ein Skipper winkt einem vorbeifahrenden Boot, am Ufer ein weiß getünchter Pub.
Auf dieser Seite
  1. Langsam fahren, auf den Wellenschlag achten
  2. Einen Steg teilen
  3. Im Päckchen liegen
  4. Lärm und Nachtruhe
  5. Ruderer, Segler, Paddler und Angler
  6. Schleusen
  7. Müll, Toilette und das Wasser
  8. Tiere und invasive Arten
  9. An Land

Irlands Wasserwege sind eine kleine Welt. Die Crew, mit der Sie heute Abend den Steg teilen, treffen Sie morgen an der nächsten Schleuse wieder, und die Einheimischen, deren Boote das ganze Jahr hier liegen, merken, wer langsam fährt und wer nicht. Ein wenig Rücksicht bewirkt viel, und das meiste ist gesunder Menschenverstand.

Langsam fahren, auf den Wellenschlag achten

Jedes Boot zieht eine Welle hinter sich her, den Wellenschlag. Bei höherem Tempo bringt er festgemachte Boote ins Schaukeln, kippt den Tee um, lässt Kanus volllaufen und nagt an den Ufern und den Schilfgürteln, in denen Vögel brüten. Waterways Ireland bittet jeden Skipper, oft nach hinten zu schauen und in der Nähe festgemachter Boote, an Stegen und Schleusen, bei Anglern und bei allen, die im Wasser sind, deutlich langsamer zu fahren (Bootsfahrer-Informationen Shannon). Am Shannon schreibt die Verordnung 5 km/h vor: im Umkreis von 200 m um eine Brücke oder einen Steg, in Häfen und im Umkreis von 100 m um ein festgemachtes Boot; auf dem Grand Canal und dem Royal Canal gilt durchgehend 6 km/h (Special Marine Notice 1/2026). Wenn Ihr Wellenschlag am Ufer bricht, sind Sie zu schnell.

Einen Steg teilen

  • Eng anlegen. Rücken Sie dicht an das Boot vor Ihnen auf (mit etwa einem Meter Abstand wegen des Brandschutzes), damit hinter Ihnen noch ein Boot Platz hat.
  • Blockieren Sie keine Servicestellen. Halten Sie Wasserzapfstellen, Absaugstationen, Leitern und Slipanlagen frei und räumen Sie den Platz an der Absaugstation, sobald Sie fertig sind.
  • Wartestege an Schleusen sind für Boote, die auf die Schleuse warten, nicht für die Mittagspause oder die Nacht.
  • Helfen Sie mit den Leinen. Wenn ein Boot anlegt, bieten Sie an, eine Leine anzunehmen. Schneller findet man auf dem Fluss keine Freunde.
  • Halten Sie die Liegezeiten ein, damit auch andere zum Zug kommen. Siehe Anlegen.

Im Päckchen liegen

Ist ein Hafen voll, machen Boote nebeneinander fest: Sie liegen „im Päckchen“ (rafting up). Das ist üblich, hat aber Regeln:

  1. Erst fragen. Die Crew des inneren Boots darf Nein sagen, zum Beispiel wenn sie früh ablegen will.
  2. Fender auf Ihrer Seite, und wenn möglich eigene Vor- und Achterleinen an Land, nicht nur zum anderen Boot. Das innere Boot soll nicht Ihr Gewicht halten müssen.
  3. Gehen Sie über das Vorschiff, nicht durchs Cockpit, leise, und wenn es sich vermeiden lässt, gar nicht mehr, wenn die Nachbarn schon schlafen.
  4. Sprechen Sie den Morgen ab. Wer als Erster ablegt, muss unter Umständen die äußeren Boote los- und wieder festmachen.
  5. Kleinere Boote liegen meist außen an größeren.

Lärm und Nachtruhe

Über Wasser trägt der Schall weit. Lassen Sie die Musik drinnen, stellen Sie nach dem Festmachen den Motor ab (die Batterien laden während der Fahrt) und überlegen Sie es sich zweimal, bevor Sie abends im Hafen einen Generator laufen lassen. Ruhezeiten sind überall eine Frage der Höflichkeit, vor allem in kleinen Dorfhäfen, wo die Häuser zum Kai hin stehen.

Ruderer, Segler, Paddler und Angler

  • Rudermannschaften trainieren bei Athlone, Carrick-on-Shannon, Coleraine, Enniskillen und Limerick. Fahren Sie langsam und machen Sie wenig Wellenschlag: Ein flaches Rennboot läuft leicht voll.
  • Segelregatten finden im Sommer auf dem Lough Derg, dem Lough Ree und dem Lower Lough Erne statt, zwischen gelben Tonnen. Motor weicht Segel.
  • Paddler sind auf den Blueways häufig unterwegs. Lassen Sie ihnen Platz und fahren Sie langsam.
  • Angler am Ufer oder in kleinen Booten: Fahren Sie langsam und mit großem Abstand vorbei und achten Sie auf ihre Schnüre.

Alle vier stehen in der Special Marine Notice 1/2026 von Waterways Ireland.

Schleusen

Warten Sie am Wartesteg, bis Sie an der Reihe sind, teilen Sie die Kammer, wenn der Schleusenwärter Sie hereinwinkt, und folgen Sie seinen Anweisungen. An Schleusen zur Selbstbedienung schließen Sie Tore und Schütze hinter sich, es sei denn, ein Boot kommt aus der Gegenrichtung und hat Sie gebeten, sie offen zu lassen. Siehe Schleusen.

Müll, Toilette und das Wasser

  • Nichts geht über Bord: kein Müll, keine Zigarettenstummel, keine Essensreste.
  • Toilettenabwasser bleibt im Fäkalientank, bis Sie eine Absaugstation erreichen. Leeren Sie ihn nie ins Wasser.
  • Nutzen Sie die vorhandenen Mülltonnen, und wenn sie voll sind, nehmen Sie den Müll bis zur nächsten mit.
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit phosphatfreies Spülmittel.

Tiere und invasive Arten

Im Frühjahr brüten Schwäne im Schilf, Reiher fischen vom Ufer aus, und am Lough Derg sehen Sie mit etwas Glück einen Seeadler. Halten Sie Abstand zu Nestern, führen Sie Hunde in der Nähe von Vögeln und weidenden Rindern an der Leine und gehen Sie nicht auf Inseln an Land, die Naturschutzgebiete oder in Privatbesitz sind.

Zebramuscheln und invasive Pflanzen gelangen mit Booten, Anhängern und Ausrüstung von einem Gewässer ins nächste. Wenn Sie ein eigenes Boot oder Kajak mitbringen, gilt bei jedem Wechsel zwischen Wasserwegen Check, Clean, Dry (prüfen, reinigen, trocknen) (Special Marine Notice 1/2026, invasives.ie).

An Land

Die meisten Häfen liegen in Dörfern, in denen Menschen wohnen. Parken Sie rücksichtsvoll, führen Sie Hunde an der Leine, schließen Sie Gatter am Treidelpfad und grüßen Sie. Pubs und Läden am Wasser leben von den Bootsfahrern, und die Bootsfahrer brauchen sie: Essen Sie, wann immer es geht, vor Ort.

Im Notfall

Rufen Sie 112 oder 999 an und verlangen Sie die Küstenwache (Coast Guard). Beide Nummern gelten in Irland und in Nordirland.

112 999

Sicherheit auf dem Wasser

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